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Reise in die Schul-Zukunft


Die aktuellen vierten Klassen der DPFA-Regenbogen-Grundschule Zwickau wurden am 1. und 2. September von den 6. Klassen von Oberschule und Gymnasium ihrer Schwesterschule eingeladen, das einmal auszuprobieren: Schnupperunterricht in Chemie, Geschichte und Französisch.

Schon heute wissen, was morgen auf einen zukommt. Wer will das nicht? Die Jungen und Mädchen der vierten Klassen der DPFA-Regenbogen-Grundschule Zwickau wollten es wissen. Mit Begeisterung, Neugier und auch ein wenig Skepsis folgten sie den Einladungen der sechsten Klassen von Oberschule und Gymnasium.

Bereits vor den Sommerferien hatten die Schülerinnen und Schüler die Einladungen selbst gebastelt und persönlich an die „Kleinen“ von der Grundschule übergeben. Da dies bereits zum zweiten Mal so gemacht wurde, kann inzwischen von einer kleinen Tradition gesprochen werden. Wie im vergangenen Schuljahr bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in der ersten Schulwoche - die an den DPFA-Regenbogen-Schulen eine Methodenwoche ist -  einen Blick in ihre schulische Zukunft zu werfen.

Leuchtende Augen und Farben im Chemiekabinett

Gemeinsam mit ihren Gastgeberinnen und Gastgebern saßen sie im Chemiekabinett bei Fachlehrer Benjamin Christen. Der hatte sich etwas Besonderes überlegt und ließ die jungen Chemiker und Chemikerinnen eine Papierchromatographie durchführen.

Klingt wie ein Zungenbrecher und richtig kompliziert? Stimmt fast. Mit ein wenig bunten Filzstiften, Wasser und einer großen Portion Fingerspitzengefühl konnten die Mädchen und Jungen Farben aufspalten. Dabei konnten sie im entstehenden Farbverlauf erkennen, aus welchen Farben sich die Ausgangsfarbe zusammensetzt. Da waren einige Ahs und Ohs zu hören.

Chemielehrer betrachtet gemeinsam mit Schülern eine Farbaufspaltung unter Schwarzlicht.
Chemielehrer der DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau fragt die Klasse nach Beispielen für Säuren im Haushalt.
Ein Viertklässsler hält das Ergebnis seines Farbaufspaötungsexperimentes in die Kamera.
Fachlehrer für Chemnie der DPFA-Reenbogen-Schulen Zwickau präsentiert ein hohes Glas mit einer rotierenden, grünen Flüssigkeit.

Im Chemie-Unterricht ging es neben der Farbaufspaltung auch um Beispiele für Basen und Säuren im Haushalt. Gefragt und erklärt wurde, was das ist, ob sie gefährlich sind und wie sie wirken. Das war wirklich spannend. Fotos: Bianca F. Kother / DPFA

Neue Perspektiven sind wichtig

„Sie haben sich da schon riesig drauf gefreut“, erklärt Grundschulleiter Rudolf Bechauf. „Für die Mädchen und Jungen ist es ganz toll, mal einen ganzen Tag mit und bei den Großen zu sein.“

Dem passionierten Pädagogen ist es wichtig, dass die Kinder mit solchen Projekten andere Perspektiven wahrnehmen und andere Eindrücke darüber sammeln, wie Schule ist. „Bei uns in der Grundschule ist noch alles recht behütet. In der weiterführenden Schule lernen die Kinder, mehr Verantwortung für sich zu tragen. Das ist ein ganz spannender und wichtiger Lebensabschnitt, den sie mit den Schnuppertagen schon einmal üben können.“

Gemeinsam geht es besser

Und dies taten die Kids recht gründlich. Dabei konnte es schon mal vorkommen, dass ein Viertklässler etwas orientierungslos durch die Gänge schwirrte, auf der Suche nach der Mensa. Schließlich wurde die Mittagspause gemeinsam verbracht und da sich der Speiseraum im Untergeschoss befindet, konnte es passieren, nicht zu wissen, wie es weitergeht.

Was übrigens zu einem weiteren Lerneffekt führte: Mach den Mund auf und frage, wenn du etwas nicht weißt. Nur so kann einem geholfen werden. Dem hungrigen Schüler konnte geholfen werden, und zwar von einer Sechstklässlerin, die ihren jungen Gast schon vermisste.

Zwei Schülerinnen der DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau sitzen an einem Tisch und lösen gemeinsam Rätselaufgaben.
Schülerinnen und Schüler sitzen gemeinsam in ihren Bänken der DPFA-Regenbogen-Schulen zwickau und lösen Aufgaben.
Geschichtslehrerin Stephanie Albrecht steht an einem der Tische im Klassenraum der DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau und hilft zwei Schülern beim Lösen ihrer Aufgaben.

Geschichte hat mit Zahlen zu tun und manchmal auch mit Rätseln. Jedenfalls konnten sich die Schülerinnen und Schüler als Code-Knacker versuchen. Fotos: Bianca F. Kother / DPFA

Indiana-Jones-Stimmung im Geschichtsunterricht

Weiter ging es in Geschichte mit kniffligen Zahlencodes, komplizierten Hieroglyphen und komplexen Rätseln. Fachlehrerin Stephanie Albrecht sorgte für ein wenig Indiana-Jones-Atmosphäre, um den Kids Lust auf Geschichte zu machen.

Um die Rätsel zu knacken, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen aus Oberschule und Gymnasium mit den jüngeren der Grundschule zusammen. Das machte nicht nur Spaß, sondern schult auch soziale Kompetenzen. Deshalb wollen die DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau, also Grundschule, Oberschule und Gymnasium, auch in Zukunft noch ein wenig mehr zusammenrücken und gemeinsam Projekte entwickeln und durchführen.

Kinder sitzen im Klassenraum an ihren Bänken und schauen zum Französischlehrer der DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau.
Schülerinnen und Schüler der DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau üben sich im Smalltalk auf Französisch.

Die französische Sprache gehört bereits in der DPFA-Regenbogen-Grundschule zum Unterricht. Dennoch waren alle Kinder sehr gespannt, wie der Fremdsprachenunterricht in Oberschule und Gymnasium wohl wäre. Fotos: Bianca F. Kother / DPFA

Comment ça va ?

Das letzte der drei Schnupperfächer war Französisch. Da dies bereits in der Grundschule unterrichtet wird, konnte Fachlehrer Christian Oertl auf ein recht stabiles Fundament zugreifen. Nach ein wenig Schüchternheit in der ganzen Gruppe, tauten die Jungen und Mädchen bei den ersten Sprachübungen schnell auf. Als die ersten Floskeln für einen Kennenlern-Small-Talk auf Französisch saßen, gab es auch kaum mehr ein Halten. Quer durch das Klassenzimmer schwirrten die Vokabeln und es wurde viel gelacht.

Entscheidung für Oberschule oder Gymnasium erleichtern

„Es ist wichtig, dass die Kinder ein wenig die Luft an einer weiterführenden Schule schnuppern“, unterstützt Dirk Seifert das Projekt. Als Schulleiter von Oberschule und Gymnasium freut er sich über den Besuch an seinen Schulen und erklärt: „Diese Schnuppertage werden selbstverständlich ausgewertet. Die Klassenleitungen der Grundschule besprechen in ihren Klassen, welche Eindrücke mitgebracht wurden und wir Pädagogen tauschen uns aus, was wir im nächsten Jahr eventuell noch besser machen können.“

Ziel des Ganzen ist zum einen, den Kindern die Möglichkeiten einer Oberschule und eines Gymnasiums zu zeigen. Zum anderen werden die Eltern während entsprechender Info-Abende über die Möglichkeiten an den DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau informiert. Das führt vermehrt dazu, dass viele Eltern sich für die DPFA-Regenbogen-Schulen als weiterführende Schule entscheiden.