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Oberschule oder Gymnasium?


Die sogenannten Bildungsempfehlungen sind zusammen mit den Halbjahresinformationen raus. Zuvor haben Grundschullehrkräfte sachsenweit über 30.000 Viertklässlern in Bildungslaufbahngesprächen empfohlen, welche weiterführende Schulart nach der Grundschulzeit die beste für sie wäre.

Dabei werden neben den Noten auch das Lern- und Arbeitsverhalten des Schülers bzw. der Schülerin berücksichtigt. Wie der Name sagt, ist die Bildungsempfehlung eine Empfehlung und nicht bindend für Eltern. Manche schwanken daher noch, ob sie der Empfehlung folgen wollen.

Im vergangenen Schuljahr haben sich laut Sächsischem Kultusministerium ca. 23 Prozent der Schüler:innen trotz einer gymnasialen Bildungsempfehlung für eine Oberschule entschieden und ca. 4,5 Prozent wählten trotz Oberschulempfehlung den Weg aufs Gymnasium. Weitere Informationen zur Bildungsempfehlung.

Dirk Seifert (l.), Schulleiter von Oberschule und Gymnasium der DPFA-Regenbogen-Schulen Zwickau, und sein Stellvertreter Roman Leitsmann (r.) erklären, was es mit der Bildungsempfehlung auf sich hat. Fotos: Matthias Schubert / DPFA

Bildungsempfehlung: 5 Tipps zur Entscheidungsfindung

Unser Schulleiter der DPFA-Regenbogen-Oberschule und des gleichnamigen Gymnasiums, Dirk Seifert und sein Stellvertreter Dr. Roman Leitsmann sind selbst Väter und beraten Eltern jedes Jahr bei der Entscheidung der Schulart. Für uns haben sie eine Checkliste zusammengestellt, die unsichere Familien in den Winterferien als Entscheidungshilfe nutzen können.

Tipp 1: Grundschulzeit reflektieren

Hat mein Kind die Grundschulzeit ohne Lernschwierigkeiten absolviert und kontinuierlich gute Leistungen in Mathematik und Deutsch erbracht?

„Eltern sollten die vergangenen vier Schuljahre reflektieren und auch ehrlich die Frage beantworten, ob ihr Kind die Hausaufgaben in der Grundschulzeit allein, zügig und sorgfältig erledigt hat“, meint Dirk Seifert. Im Gymnasium steige der Umfang der Hausaufgaben, so der DPFA-Schulleiter von Oberschule und Gymnasium.

Tipp 2: Was möchte mein Kind?

Hat der Schüler bzw. die Schülerin selbst den Wunsch zum Gymnasium zu gehen? Die eigene Motivation der Heranwachsenden sollten Eltern nicht außer Acht lassen.

„Wir alle kennen das. Wenn wir etwas selbst wollen, sind wir engagiert und lassen uns nicht so schnell vom Ziel abbringen, auch wenn es mal schwierig wird“, betont Dr. Roman Leitsmann, stellvertretender Schulleiter. 

Tipp 3: Wie wissbegierig ist mein Kind?

Die Bereitschaft, etwas mehr zu tun, als gefordert wurde und vielseitige Interessen aufzuweisen, sei ebenfalls ein guter Indikator für den Besuch des Gymnasiums, erklärt Dirk Seifert. Daran lässt sich ableiten, dass ein Kind neugierig und wissbegierig ist sowie Eigeninitiative beim Erlernen neuer Sachverhalte zeigt.

Tipp 4: Selbstständigkeit überprüfen

Hat mein Kind Freude daran, sich über einen längeren Zeitraum selbstständig zu beschäftigen und aktiv mit anderen zu spielen?

„Projekt- und Gruppenarbeiten sowie das Durchführen und Dokumentieren von Experimenten nimmt im Gymnasium einen großen Anteil am Unterricht ein“, begründet Dr. Roman Leitsmann die Bedeutung des selbstständigen Arbeitens.

Tipp 5: Denkt mein Kind in Zusammenhängen?

Stures Auswendiglernen bringt auf Dauer wenig. Um während der Schulzeit erfolgreich und mit Freude zu lernen, sollten Kinder und Jugendliche Zusammenhänge wahrnehmen, sich Gelerntes gut merken und dann auf neue Situationen anwenden. Nicht jedes Kind ist zum Ende der Grundschulzeit schon so weit.

„Testen Sie Ihr Kind in Alltagssituationen!“, empfiehlt Schulleiter Dirk Seifert. Ein Beispiel: Beschreiben Sie dem Kind den Weg zum Bäcker, geben ihm eine Einkaufsliste und Geld. Kann es alle Informationen aufnehmen und den Auftrag umsetzen? Könnte Ihr Kind diese Aufgabe auch lösen, wenn es z. B. in einer fremden Umgebung – etwa im Urlaubsort – wäre?

Checkliste: Oberschule oder Gymnasium?

Hat mein Kind …

- die Grundschulzeit ohne Lernschwierigkeiten absolviert?
- die Hausaufgaben in der Grundschulzeit allein, zügig und sorgfältig erledigt?
- selbst den Wunsch aufs Gymnasium zu gehen?
- die Bereitschaft, etwas mehr als gefordert zu tun?
- vielseitiges Interesse und ist wissbegierig?
- Freude, sich über einen längeren Zeitraum selbständig zu beschäftigen?
- Freude, über längere Zeit mit anderen aktiv zu spielen?
- die Fähigkeit, Zusammenhänge rasch wahrzunehmen / zu begreifen?
- die Fähigkeit, sich Gelerntes gut zu merken?
- In der Regel gute Leistungen in Ma u. De?

Vorteil der DPFA: Oberschule und Gymnasium eng verzahnt

Da die weiterführenden DPFA-Regenbogen-Schulen in Zwickau unter einem Dach sind, ist ein Wechsel zwischen den Schularten (insbesondere während der Orientierungsphase in Klasse 5 und 6) einfach möglich. Zwei Schulen – ein Lehrkräfte-Team – ein Gebäude.

 

Alle Infos und Termine zur Anmeldung in der DPFA-Regenbogen-Oberschule und dem DPFA-Regenbogen-Gymnasium finden Sie hier.